Bewegung, Positionierung, Berührung

Berührung
Die Erlaubnis zur Berührung sollte auf jeden Fall immer vor der Induktion eingeholt werden.
Die Tatsache, dass wir nicht wissen, was der Proband eventuell mit Körperkontakt assoziiert, macht es unumgänglich.
Du solltest selbst dann nach Erlaubnis fragen, wenn du eine Demonstration durchführst. Wir sind während einer Sitzung eh schon sehr nah. Es ist sicher auch eine Frage von Respekt.

Ein Vorfall von Belästigung oder körperlichen Übergriff ind er Vergangenheit, zum Beispiel, könnte Abreaktionen
durch den physischen Kontakt verursachen oder unangenehm werden. Der Proband erinnert sich unter Umständen noch nicht einmal bewusst daran. Dies kann zu jeder Zeit passieren, egal ob wir nun an diesem Problem arbeiten oder an etwas “harmlosem” weswegen der Proband zu uns in die Praxis gekommen ist.

Einige Hypnotiseure installieren eine Kamera in der Praxis um den Klienten zu beruhigen und zu seiner Sicherheit. 
Ich habe in meiner Praxis noch nie Schwierigkeiten mit Berührung erlebt (auch nicht bei Missbrauchsfällen). Im Prinzip beschränkt sich die Berührung ja auch nur auf Hand, Arm oder Kopf. Von daher halte ich es für wichtiger, schon im Vorfeld, Vertrauen aufzubauen und den Probanden immer respektvoll zu behandeln.
Berührung sorgt eben auch für Sicherheit, Beruhigung und Führung. Sich ihr zu entziehen, schränkt im Allgemeinen, die Kommunikation ein.

Wenn du jemand  auf der Straße grüßt, fragst du auch nicht vorher, ob du ihm die Hand reichen darfst oder nicht. Sich zu sehr darauf zu fokussieren lässt eher ein Problem vermuten, wo keines ist!

Vorsicht: Bei Abreaktionen nicht gleich mittels Berührung beruhigen. Das könnte einen Anker (Konditionierung) setzen. Starke Emotion -Berührung = Berührung – starke Emotion

Positionierung
Es geht in erster Linie darum, sich selbst dem Probanden gegenüber so zu positionieren, um den Prozess optimal kontrollieren und steuern zu können. Gerade bei Schnell- oder Blitzinduktionen ist immer Vorsicht geboten. Bist du zu weit entfernt, hast du eventuell keine Möglichkeit einzugreifen, der Proband könnte hinfallen oder sich sonst irgendwie verletzten. Du benötigst zum Andern auch eine gewisse Bewegungsfreiheit.

Es besteht auch eine gewisse Intention, absichtlich die Position des Probanden zu korrigieren, um sich als Autorität zu etablieren, als Vorbereitung auf das was kommt. 
Befehl→Reaktion vom Probanden, Befehl→Reaktion vom Probanden

Die Positionierung stellt sicher, dass der Proband uns beobachtet (folgt) und dorthin zu Schauen,
wo er seinen Arm, seine Hand oder seinen Fuß positionieren soll.