Modell des Verstands

Der Mensch: Ein offenes System
Der Mensch ist ein offenes System, das heißt, dass sein Verhalten abhängig ist von äußeren Einflüssen in Form von INFORMATIONEN.

Diese Informationen beschränken sich nicht nur auf die bewusst wahrgenommenen Informationen, sondern auf alle von außen einströmenden Informationen in Form von Lichtstrahlen, Schallwellen, Druckwellen, Wärme, und chemischen Molekülen.

Der Computer als Referenzmodell
Das komplexeste offene System, das der Mensch nach seinem Vorbild konstruiert hat, ist der Computer. Deshalb gebrauchen wir diese Metapher, um das Funktionieren des Systems MENSCH zu erklären.

Wenn wir uns die Funktionsweise einer Zelle ansehen, so stellen wir fest, dass die Zelle nicht nur wie ein Computer funktioniert, sondern ein regelrechter kleiner Computer ist. (Bruce Lipton, Stammzellenforschung, USA)

Am Anfang trifft eine Information auf das System. Beim Computer geschieht das gewöhnlich über die Tastatur, beim Menschen über die Sinnesorgane. Dies ist der IN-Bereich des IN˃TELL˃ACT-Modells.

Von hier gelangt die Information in die beiden Speicher des Systems, zuerst in den veränderbaren Speicher, der jederzeit neu beschrieben werden kann. Beim Computer ist dies der RAM-Speicher (Random Access Memory). Beim Menschen sind es alle erlebten und gespeicherten Ereignisse.

Das Gehirn kann verglichen werden an einem Computer
Das Gehirn verarbeitet etwa 400 Milliarden Bits an Informationen pro Sekunde.
Allerdings würden nur 2.000 Bits dieser Daten das Bewusstsein erreichen.
Dispenza, J. (2008). Verändern Sie Ihr Bewusstsein: Die Wissenschaft der Sinnesänderung. Health Communications, Inc.
Der bewusste Teil repräsentiert nur einen extrem kleinen Teil (0,000001%), in Bezug auf den unbewussten Teil (Unterbewusstes, Unbewusstes).
Wir würden 50.000 bis 60.000 Gedanken pro Tag aussenden (d.h. 2.500 pro Stunde oder 41 Gedanken pro Minute)
Change Your Brain, Change Your Grades geschrieben von dem Psychiater, Neurowissenschaftler und Experten für zerebrale Gesundheit Dr. Daniel Amen
von dem der größte Teil automatisch und unbewusst (90-95%) erfolgt,
und den Gedanken des Vortages entspricht.

Das Bewusstsein

Probleme analysieren und lösen:
Erarbeiten eines logischen Konstrukts.
Wie mache ich das? Wozu?

Die rationale Seite:
Erklärt unsere Verhaltensweisen, Handlungen und Entscheidungen indem es ihnen einen Sinn und Grund gibt.
Diese Rechtfertigung ist fast immer falsch, oft aus der Umwelt entliehen, und das ist nie der eigentliche Grund.
In Ermangelung dieser Rechtfertigung oder Bedeutungslosigkeit, wird das Individuum ängstlich oder sogar krank.

Der Wille:
Kurzfristiges Werkzeug, das das Unterbewusstsein weder ersetzen noch für nachhaltig Veränderung sorgen kann.

Kurzzeitgedächtnis:
speichert nur die Informationen die im Alltag nützlich sind, die Namen unserer Nächsten, Telefonnummern, wo sich die Schlüssel befinden usw. …

Das Unterbewusstsein

Ist programmierbar und hat einen einzigartigen Algorithmus, der aus uns die Art von Person macht, die es
durch unsere bisherigen Daten wahrnimmt.
Wenn die vorherige Programmierung sagt, dass wir Raucher sind, wird das Unterbewusstsein alles tun um uns zu Rauchern zu machen. Dasselbe gilt für Erfolg und Misserfolg.
Es kann aus uns machen, was es will: uns dick oder dünn machen, arm oder reich.
Das Programm sammelt Daten von überall her, durch Zusammenfassen und Zusammentragen
zurück bis zu unserer Geburt, um das zu verstärken, was es bereits begreift.

Ändern eines Routine-Elements, das heißt, eine dauerhafte Suggestion zu implantieren, läuft darauf hinaus, veraltete Programmteile zu ändern, die einstmals nützlich waren (Unterbewusstsein ist schützend) und die nicht mehr relevant sind.
Also lasst uns unsere Software aktualisieren.

Es beinhaltet unser Langzeitgedächtnis
Unsere Programme und Programmierungsgewohnheiten sind dort mit ihren Daten gespeichert.
Zu Beginn ist es leer an Daten und entfaltet sich jeden Moment durch Informationen unserer täglichen Erfahrung.
Wir denken zu vergessen, aber die Daten werden nie gelöscht, es ist nur eine Frage der Möglichkeit, sich an sie zu erinnern.
Das Unterbewusstsein schreibt alles auf, vergisst nichts, einschließlich Bilder, Töne, Gerüche, Empfindungen,
auch Gefühle und Emotionen, während des ganze Lebens.

Das Unterbewusstsein ist mächtig, sehr intelligent aber auch irrational 
Er ist nur ein Programm, denkt nicht über irgendwelche Entscheidungen nach,
sondern wendet seine Programmierung an, ob das Ergebnis gut oder schlecht ist, liegt nicht in seinem Ermessen.

Es kann nicht zwischen Wahrheit und Lüge, Realität und Wahrnehmung oder Vorstellung unterscheiden.
Obwohl extrem stark, ist unser Unterbewusstsein dazu ausgelegt, daran festzuhalte, was bisher für unser Überleben funktioniert hat.
Da wo wir es zu haben wünschen, macht es nicht gerne die notwendige Arbeit, um positive Veränderungen herbeizuführen.
Es mag es, wenn die Dinge so bleiben, wie sie sind, weil es Anstrengungen erfordert, positive Veränderungen zu erreichen.
Positive Suggestionen in unserem Unterbewusstsein zu platzieren ist eines der schwierigsten Dinge, die es gibt.
Auf der anderen Seite, durchdringen negative Anregungen ins innere des Unterbewusstsein wie durch Butter,
denn es gibt keine nennenswerte Anstrengung negative Vorschläge zu akzeptieren.
Er ist in der Hinsicht auch faul:
es bevorzugt, zu stärken, was existiert und was für es in seiner eigenen Logik funktioniert, eher, als sich um eine Veränderung zu bemühen.

Es enthält die Wurzeln der Persönlichkeit. Es enthält unsere Gewohnheiten
Es gibt nur drei Typen:
gute, schlechte und nützlich wie,
immer den gleichen Weg zur Arbeit zu nehmen, den Telefonhörer abzunehmen, wenn es klingelt,
sich die Schuhe zubinden oder jemandem die Hand schütteln und so weiter…

Es enthält unsere Emotionen

Positiv und negativ, Liebe, Hass, Angst…
Das Bewusstsein kann Emotionen nicht verarbeiten weil sie ausschließlich dem Unterbewusstsein unterliegen,
und wenn sie in eine Situation einmischen, ist es das sehr intelligente aber auch sehr irrational und manchmal jugendlich Unterbewusstsein das den Laden hier führt, mit der Begründung, die oft sagt: “Aber warum habe ich das getan? “

Das Unterbewusstsein ist unser Beschützer

Das ist seine oberste Priorität.
Es hat es geschafft, dich hierher zu bringen, lebendig, in diesem Moment.
Du kannst ihm vertrauen. Wir müssen die veralteten Programmbits ändern die früher einmal nützlich waren und nicht mehr benötigt werden. Kurz gesagt, lasst uns unsere Software aktualisieren, Hypnose macht es möglich.

Die Drei Bewusstseinsebenen

Die Funktionsweise des Lebens und besonders des Bewusstseins bleibt auch für die Wissenschaft noch immer ein großes Rätsel. Mit modernen bildgebenden Verfahren kann man immer genauer ins Gehirn hineinschauen und es sogar beim Funktionieren beobachten. Aber mit jeder neuen Erkenntnis werden auch immer wieder neue Fragen aufgeworfen.
Um das Konzept IN>TELL>ACT bildlich darstellen zu können, wurde das Konzept Mensch in drei Ebenen aufgeteilt: den Denker, den Körper und die Form. Jeder Ebene wird auch ein Bewusstsein zugesprochen. 

So funktioniert der Denker mit dem mentalen Bewusstsein,
der Körper mit dem Körperbewusstsein
und die Form mit dem Formbewusstsein.
Obschon alle drei Ebenen gleichzeitig und parallel zusammenarbeiten und nicht voneinander zu trennen sind, können wir diese Dreiteilung sehr wohl als Arbeitsmodell für das Verständnis der Strategie und für das Arbeiten an diesen Strategien gebrauchen.

a) Das Formbewusstsein
Nach Rupert Sheldrake ist die Information für die Entwicklungsform eines Lebewesens als morphogenetisches Feld im Universum vorhanden. Nach „Global Scaling“ entspricht das morphogenetische Feld der Eigenschwingung des Körpers auf energetisch niedrigstem Niveau. Dies gilt nicht nur für den Körper als Ganzes, sondern auch für jedes Organ und für jede Zelle. Wie alle Materie im Universum hat auch der menschliche Körper, rein physikalisch gesehen, den Drang, sich auf dieses energetisch niedrigste Niveau einzuschwingen.

b) Das Körperbewusstsein (Körper)
Das Körperbewusstsein steuert den materiellen Körper, der im Laufe der Entwicklung des Individuums in das morphogenetische Feld, das „ideale Ich“, hineingewachsen ist und sich in diesem Feld mit der Zeit verändert. Es funktioniert im Augenblick und kennt weder Vergangenheit noch Zukunft. Alle Informationen sind parallel geordnet, nicht linear wie beim Mentalbewusstsein. Nach diesem Modell ist das Körperbewusstsein jederzeit bestrebt, sich der körperlichen und physischen Form des „idealen Ichs“ (Zustand auf niedrigstem energetischem Niveau) anzugleichen.

c) Das Mentalbewusstsein (Denker)
Das Mentalbewusstsein beinhaltet unser Denken und den bewussten Willen. Das Mentalbewusstsein ist Zeit gebunden und ermöglicht es uns, zu vergleichen, zu rechtfertigen, logisch zu denken und zu planen. Aber es ist nicht direkt in den Prozess des Überlebens eingebunden, obwohl es ihn indirekt beeinflussen kann.

Wachstum oder Schutz
Eine einzelne Zelle kann entweder wachsen oder sich schützen. Beides ist gleichzeitig nicht möglich. Für ein komplexes System, wie das des Menschen, ist es möglich, dass sich verschiedene Teile in einem Wachstumsprozess befinden, während andere Teile in einem Schutzmechanismus verharren. Perfekt funktioniert ein System nur dann, wenn alle seine Teile sich im Wachstumsprozess befinden. Jedes Lebewesen ist darauf bedacht, diesen Zustand zu erreichen.

Die Evolution
Es wird immer augenscheinlicher, dass auch der moderne Mensch zu einem sehr hohen Anteil funktioniert wie seine Vorfahren vor tausenden von Jahren. Auch das Gehirn hat sich noch nicht an die Verhältnisse des 21. Jahrhunderts angepasst und reagiert eher urzeitlich auf äußere Verhältnisse. Auch sind die meisten Verhaltensformen evolutionsbedingt und finden sich sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

Information – Energie – Darstellung
Aus der Quantenphysik wissen wir, dass sich sowohl Photonen als auch Materieteilchen nicht nur wie Teilchen, sondern auch wie Wellen verhalten können. Für die Arbeit mit „IN>TELL>ACT“ ist es darum wichtig, den Zusammenhang von Information, Energie und Darstellung (als Materie) zu kennen. Die materielle Darstellung ist eine durch Energie sichtbar, hörbar oder fühlbar gewordene Information. Information ist immer vorhanden und ist weder an Raum noch an Zeit gebunden. Energie macht die Information erkennbar, sie kann sie transportieren und ihre Darstellung verändern. Die materielle Darstellung ist die energetisch erkennbar gemachte Information, die beim Auftreffen auf einen darauf geeichten Empfänger entsteht (andere Energie/Information). Ein einfaches Beispiel dieses Prinzips ist die Projektion eines Dias auf eine Leinwand. Das Dia ist die Information, die Projektorlampe die Energie und die Leinwand ermöglicht die Darstellung. Wenn eines der drei Elemente fehlt, gibt es keinen Informationsaustausch.

Universelle Kommunikation durch Resonanz
Durch die moderne Quantenphysik wissen wir auch um die Möglichkeit der raum- und zeitlosen Kommunikation zwischen zwei Quantenteilchen. Wie weit dies auf die atomare Ebene       übertragbar ist, bleibt immer noch eine offene Frage. Jüngste Forschungen in diesem Bereich zeigen allerdings immer deutlicher, dass es eine globale Kommunikation gibt und dass es möglich ist, Resonanz zwischen zwei Systemen herzustellen, damit sie dann miteinander kommunizieren können. Dieses Prinzip lässt sich auch im Bereich der menschlichen Kommunikation feststellen, auch wenn die wissenschaftlichen Hintergründe einer solchen Kommunikation noch nicht erforscht sind oder nicht mitgeteilt werden.

Belohnung – Bestrafung
Prinzip von Belohnung und Bestrafung hat nicht umsonst in der Erziehung Einzug gehalten, denn dies ist ein allgemeines verhaltensbiologisches Element, das einen Menschen dazu macht, was er ist. Es ist ein nicht immer einsehbarer Bestandteil jeder Strategieentwicklung. Alles was dazu führt, das System vor dem Zusammenbruch zu bewahren, also vor dem Tod, wird vom System selbst als Belohnung angesehen (Henri Laborit).

Konditionierung
Im Zusammenspiel mit dem Prinzip der Belohnung ist das Prinzip der Konditionierung die stärkste Kraft bei der Entstehung einer Strategie. Seit Pavlov wissen wir, dass ein Signal, das zusammen mit der Befriedigung eines biologischen Bedürfnisses aufgenommen wird, später die Rolle des Bedürfnisses übernehmen kann. Ein Mensch schützt sich zum Beispiel vor einer lebensbedrohenden Gefahr und hört gleichzeitig den Klang einer Glocke. Wenn Gefahr und Glockenklang mehrmals zusammen auftreten, genügt der Klang der Glocke, obschon ungefährlich, den Schutzreflex unbewusst und automatisch auszulösen. Was in der Natur noch zu vertreten wäre wird im Alltag oft unerträglich, weil dieser Mechanismus so an unserem mentalen Bewusstsein vorbei abläuft, dass man seine eigenen Reaktionen und sein eigenes körperliches und physisches Verhalten nicht mehr erklären und verstehen kann. Der Mensch neigt dazu, zu glauben, er würde sich bewusst entscheiden, so zu handeln, wie er es tut. Das Prinzip der Konditionierung wirft jedoch die wichtige Frage nach dem freien Willen des Einzelnen auf.

Die Wiederholung
In der Natur galt bis vor einem Jahrhundert immer das Prinzip der Wiederholung. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Phänomen wiederholt, ist in der Natur immer grösser gewesen, als die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas verändert. Das ist in unserem Jahrhundert anders, aber für das System Mensch ist diese Änderung noch nicht im körperlichen Bewusstsein angekommen und es reagiert noch genauso wie bei den Urmenschen. Wir müssen also die Hartnäckigkeit unseres Systems, sich auf eine Wiederholung einzustellen, in das Strategiekonzept mit einbinden. Jede Strategie beruht auf dieser Kraft, alles beim Alten zu lassen und unser Leben als eine Folge von Automatismen ablaufen zu lassen. Durch das Wissen um diesen Drang zur Wiederholung werden unsere unbewussten Automatismen zu Vorschlägen die man annehmen oder ablehnen kann.

Schlussfolgerung

Wenn man eine Strategie ändern will, die nicht mehr den gegebenen Umständen angepasst zu sein scheint, so ist der erste Schritt immer die Anerkennung dessen, was bis jetzt abgelaufen ist. Die Strategie, die man ändern will, hat dem System immerhin erlaubt, jetzt noch lebendig genug zu sein, um sich darüber Gedanken zu machen. Der zweite Schritt führt in Richtung Konditionierung. Wenn ich weiß, durch welche Konditionierung meine Strategie zustande gekommen ist, finde ich auch den Punkt, um sie aus ihrer Verankerung zu heben. Da sie dann immer droht, wieder an ihren alten Standpunkt zurück zu kehren, muss ich sie dadurch daran hindern, dass ich einen De-Konditionierungs-Prozess einleite.


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