Umgang mit Scheitern

Einer der größten Problem für angehende und selbst professionelle Hypnotiseure, ist die Angst vorm Scheitern. Es hält sogar viele davon ab, nach der Ausbildung mit dem Hypnotisieren anzufangen. Wir möchten dich natürlich dabei unterstützen, dass du eben nicht zu dieser Randgruppe dazu gehörst. Hier findest du einige Tipps und Anleitungen, damit du sicher im Umgang mit Scheitern wirst und es erst gar nicht dazu kommt.

Identifizieren die kritischen Momente und plane Lösungen vorweg
Stelle dir Ausgänge und/oder mögliche Ausweichmanöver, als Anti-Scheitern-Möglichkeit für jeden kritischen Moment vor.
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Wenn ein Fehler auftritt:

  • Feststellen, Bestätigen, weitermachen (Pacing und Leading)
  • Keine interne Panikreaktion
  • Das festgestellte integrieren und fortsetzen
  • Wende dich einem leichteren Phänomen zu

In der Praxis:

Finger, die nicht näher kommen
(Suggestitbilitätstest)

“… und während du auf diese Finger schaust, kannst du die Neigung dieser Finger spüren, sich näher kommen zu wollen.
Du kannst es auf einer anderen Ebene erleben, in deinem Kopf, vielleicht deine Atmung beachten …”

Gehe zurück zum vorherigen Phänomen, mit möglichen Ausgang

… und deshalb kannst du …

Nutze eine Metapher
(Widerstand gegen Veränderung)

“Höre auf…
Du bist derjenige, der Entscheidet. Das zeigt, dass du im Moment noch nicht bereit dazu bist. Es macht keinen sinn so zu tun als ob, du hast die Entscheidung getroffen und es ist vollkommen in Ordnung. Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt für dich.”

Stelle eine Experten Diagnose des Versagens

Das ist sehr interessant… manche tun es, manche nicht…
In diesem Moment hast du die Wahl…und es zeigt wiederum, dass du die Macht der Entscheidung und die Kontrolle hast.” 

Leite die Aktion an

“So wie deine Hand jetzt nach unten geht,…schliesst du deine Augen!”
“Und lasse deine Hand JETZT nach unten gehen!” (Befehl)

Aufmerksamkeit auf Elemente lenken die vorhersehbar sind

“… und jetzt kannst du die Auflage deines Arms auf dem Stuhl wahrnehmen.”
” Du hörst Geräusche um dich herum…
(und dann mit einer nicht einvernehmlichen Realität weitermachen)
nimm zur Kenntnis, stelle fest… was du denkst, fühlst, lebst…
Gedanke, Gefühle, Emotion… in deinem Kopf, in deinem Körper…

Mehrdeutige Sprache mit einer nicht-logischen Verknüpfung

“Du sitzt in deinem Stuhl, hörst die Geräusche um dich herum, und bemerkst wie deine Hand in diesem Raum und in dieser Zeit schwebt.”

Unklare, mehrdeutige Wörter

… das hat die Tendenz zu…
… dies sind die Möglichkeiten, die wir uns selbst gestatten…

Worte, die scheitern lassen

versuche…
probiere…
…und beachte, dass du nicht…
… umso du mehr du es versuchst, umso weniger wird es dir gelingen!

Verknüpfungen

und, weil, während dem, stattdessen …

 “Löcher” füllen
(Fragen stellen)

Was passiert gerade?
Was fühlst du?
Wie geht es gerade in deinen Gedanken weiter?

Wahl

“Ich frage mich gerade, welcher deiner Finger sich als erster bewegen wird.”
“Auf welchem deiner beiden Füsse stehst du gerade am festesten?”
“Du kannst entscheiden ob du deine Augen gleich oder erst in ein paar Sekunden schliessen möchtest.”

Was auch immer passieren mag, bleib Experte in dem was du tust.

Der grosse Vorteil den du deinem Gegenüber hast:

  • du musst niemandem etwas beweisen
  • dein Gegenüber hat die Verantwortung für den Erfolg
  • du weisst, was als nächstes kommt
  • es kann nichts schlimmes passieren
  • du musst dich nicht für den Prozess rechtfertigen

Hand klebt am Tisch

Im folgenden Video siehst du, wie Suggestionen wirken, selbst ohne Induktion. Hierbei handelt es sich um eine Art Wachhypnose bei der, der Proband den Anweisungen des Hypnotiseurs genau folgt. Du kannst erkennen, wie die Oben genannten Möglichkeiten genutzt werden und somit ein mögliches Scheitern umgangen wird.
Die folgende Anwendung kannst du auch sehr gut als Suggestibilitätstest und Convincer (Überzeuger) nutzen.

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